[Home page] [Übersicht] [Overview] [Letzte Änderungen]

Teilprojekt 9:
Spontansprachliche und inkrementelle Generierung

Das Verbmobil-Generierungssystem soll auf der Basis semantischer und kommunikativ-pragmatischer Information eine syntaktisch korrekte bzw. akzeptable Äußerung als Oberflächenstring mit annotierter phonologischer und prosodischer Information erstellen. Zur Erfüllung dieser Aufgabe gehören Entscheidungen über die grobe Äußerungsstruktur (z.B. Satztyp), Wortwahl, Konstruktion einer kompletten hierarchischen Struktur und adäquate Anordnung der Terminale zu einem Oberflächenstring.

Das Verbmobil-Generierungssystem wird von der Transferkomponente angesteuert. Die Transferkomponente produziert ein Zwischenergebnis der Übersetzung von der Quellsprache in die Zielsprache Englisch. Dieses Zwischenergebnis besteht in erster Linie aus sprachunabhängiger und zielsprachenspezifischer semantischer und pragmatischer Information.

Die grobe Systemarchitektur umfaßt zwei Hauptkomponenten, die den drei wichtigsten Aufgaben bei der Generierung natürlicher Sprache entsprechen. Bei der Mikroplanung wird auf der Grundlage von semantischer und pragmatischer Information über den groben Aufbau der Äußerung entschieden. Hier werden z.B. der Satztyp und die Aufteilung in Haupt- und Nebensätze festgelegt, oder es wird über die Realisierung eines (komplexen) Konzepts als Verbalphrase oder in nominalisierter Form entschieden. Die Wortwahl findet verzahnt mit den strukturellen Entscheidungen ebenfalls auf der Grundlage semantischer und pragmatischer Information statt. Hier werden nicht nur situationsadäquate Wörter sondern auch idiomatische Ausdrücke gewählt.

Die Ergebnisse der Mikroplanung ergeben ein syntaktisches Schema, das zusammen mit semantischer und pragmatischer Information an den syntaktischen Generator übergeben wird. Die semantische Information betrifft z.B. semantische Beziehungen zwischen den Wörtern und Phrasen. Sie wird beim Aufbau der globalen hierarchischen Struktur für die Äußerung in entsprechende syntaktische Beziehungen umgesetzt (z.B. wird ,,agent'' in der Regel ,,subject''). Semantische und pragmatische Information wird für die Auswahl der geeignetsten Strategie zur Bestimmung der Wortstellung verwendet.

Nähere Informationen:


[vorhergehendes Teilprojekt] [nächstes Teilprojekt] [Veröffentlichungen]


© Webmaster