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Teilprojekt 4:
Dialogverarbeitung und Kontextauswertung

Die Dialogverarbeitung und Kontextauswertung wird in der zweiten Phase von Verbmobil insbesondere wegen
- der Ausdehnung auf mehrere Domänen (Multifunktionalität)
- der Einbeziehung mehrerer Dialogpartner (Multiparty-Interaktion)
- der Übersetzung mehrerer Sprachpaare (Multilingualität) eine bedeutende Stellung einnehmen.

Unter Einbeziehung der in Phase 1 erzielten Ergebnisse werden in Phase 2 weitere Analysemethoden entwickelt, die eine robuste Verarbeitung und Übersetzung der spontansprachlichen Eingaben gewährleisten. Dem Teilprojekt ``Dialogverarbeitung und Kontextauswertung'' kommt dabei in erster Linie die Funktion zu, die Ergebnisse der Analysen im Dialogkontext auszuwerten, den zentralen Gehalt der einzelnen Turns und des Gesamtdialogs zu extrahieren - auch im Hinblick auf Monitoring durch Paraphrasierung und Dialogprotokolle - und den anderen Modulen von Verbmobil Informationen über den Dialogkontext und den zentralen Gehalt zur Verfügung zu stellen.

Das Multiparty-Szenario erfordert neue Herangehensweisen an die Analyse von Dialog- und Weltwissen von N Dialogpartnern, damit eine kohärente Repräsentation und eine effiziente Nutzung gewährleistet ist. Zudem sind hier noch die Besonderheiten zu berücksichtigen, die sich aus den jeweiligen Quellsprachen ergeben. Ausgehend vom Szenario und vom Korpus werden die hierfür relevanten Dialogakte und Dialogwissensbasen definiert. Darüberhinaus wird das für die einzelnen Domänen relevante Hintergrundwissen zur Unterstützung der Kontextauswertung modelliert.

Aus den Resultaten der Analyse werden die Dialogakte und der zentrale Inhalt der einzelnen Äußerungen bestimmt, es wird die Segmentierung überprüft und - falls erforderlich - korrigiert. Diese Informationen werden indas Modell des gesamten Dialogs integriert. Hierzu werden sowohl wissensbasierte als auch statistische Verfahren entwickelt. Prosodische Informationen, z.B. zu Segmentgrenzen und betonten Abschnitten, unterstützen dabei die Verarbeitung.

Um die Robustheit und Anpaßbarkeit des Gesamtsystems zu erhöhen, wird untersucht, wie Benutzer mit Dialogen zur Wissensakquisition die internen Wissensquellen des Systems adaptieren können. Ebenso werden die Verfahren zurFührung von Klärungsdialogen aus Phase 1 erweitert.

Als Beitrag zum Verbmobil-System werden Komponenten implementiert, die kontextuelles bzw. Dialogwissen aus den unterschiedlichen Verarbeitungssträngen ineinem Multiparty-Szenario verarbeiten, speichern und sowohl anderen Verbmobil-Komponenten als auch den Systembenutzern zur Verfügung stellen.

Unter anderem werden den anderen Teilprojekten folgende Verarbeitungsergebnissebereitgestellt:
- die intendierte Interpretation von Äußerungen und der zentrale Gehalt von Turns
- disambiguierte Analyseresultate
- thematische Zusammenhänge in Dialogen
- Vorhersagen und Top-Down Erwartungen

Damit steht kontextuelle Information zur Verfügung, die für die robuste Analyse des quellsprachlichen Inputs, den Transfer in die zielsprachliche Repräsentation und die Generierung des zielsprachlichen Outputs relevant ist. Ferner integriert das Teilprojekt die Ergebnisse der Analyse vor dem Hintergrund des Kontextwissens und des Dialogverlaufs in die Kontextwissensquellen.

Mit den Informationen über den zentralen Gehalt der einzelnen Turns und des gesamten Dialogs können für die Benutzer Paraphrasen der analysierten Turns in der Quellsprache zur Überprüfung der Analyse angeboten sowie Dialogprotokolle in unterschiedlichen Sprachen erstellt werden. Hierbei isteine enge Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt Generierung vorgesehen.

  • Facts and Figures about TP4


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